Chronik von Steinbach
1945

Anfang April 1945 - Als die Amerikaner kamen:

Überall herrscht Panik und Auflösung. Die Besetzung Ostoberfrankens und des Stiftlandes durch Verbände der 7.US Panzerarmee unter dem Oberbefehl von General Georg S. Patton vollzieht sich zwischen dem 11. und 26.April. Die Amerikaner umfassen das nördliche Bayern in einer Zangenbewegung, die den Deutschen Truppen keine Möglichkeit mehr lässt, vor der Grenze sum Sudetenland noch einmal eine wirksame Verdeitigungslinie aufzubauen. Die erste Ostoberfränkische Stadt die eingenommen wurde war Kronach, es folgte der Reihe nach Kulmbach, Bayreuth, Naila, Münchberg, Hof, Kirchenlamitz, Selb, Wunsiedel, Marktredwitz und weitere.

Im Hofer Land rückten die US-Truppen am Freitag, den 13. April in Münchberg, Samstag in Naila und Sonntag in Hof ein.

In weit gezogener Schützenkette kam "der Ami" am Samstag Nachmittag den Dorfbach herauf. Einige Fahrzeuge folgten über Großenreuth. Auch vom Langesbühl her kamen US-Soldaten auf das Dorf zu. Sie befahlen die schleunigste Entfernung der Panzersperre die sich auf Höhe des heutigen Wanderheimes des Frankenwaldvereines befand. Beim "Wastelsbeck" (heute Dorfstr.12) trieben sie aufgestöberte Soldaten zusammen - Bilder, Fotoapparate und Waffen mussten abgegeben werden.

Anschließend wurde von ca. 15:30 Uhr bis 16:15 Uhr Geroldsgrün unter Beschuss genommen, da man auf Grund eines Aufklärungsflugzeuges, dass deutsche Soldaten und keine weiße Fahne sah. weiteren Widerstand vermutete. Die Geschosse lagen an der Stoffelsmühle in Stellung.


 

Bürgermeister:

Eine Frau Hering soll sich selber als Bürgermeisterin eingesetzt haben (?) - Sie wohnte damals in Hs. Nr. 39 und "amtierte" im April und Mai 1945.

Am 25. Mai wurde Heinrich Hüttner, Holzhauer Hs. Nr. 91 gemäß der Anordnungen der amerikanischen Besatzungsmacht kommissarischer Bürgermeister. Die Ernennung wurde von der Landkreisbehörde vorgenommen. Einen Gemeinderat und einen 2. Bürgermeister gab es nicht.

Amtszeit vom 25. Mai 1945 - April 1948


 

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