Chronik von Steinbach
2006

Sanierung der Wasserversorgungsanlage abgeschlossen
(Bericht Geroldsgrüner Blättla Ausgabe 6.7.2006)

Nach über 20-jähriger Bauzeit ist die Sanierung und Optimierung der Wasserversorgung unserer Gemeinde nun abgeschlossen. Nach Erweiterungsmaßnahmen an den Hochbehältern in Geroldsreuth und am Langesbühl, der Neufassung etlicher Quellen, Druckverstärkungen und Leitungserneuerungen sowie der Installation eines Fernwirksystems ist die Gemeinde Geroldsgrün nun in der Lage, alle Einwohner mit genügend und qualitativ hochwertigem Trinkwasser zu versorgen. Die Gesamtinvestitionskosten der Maßnahme betrugen rund 9 Millionen Euro und wurden von der Gemeinde finanziert. Als Bauabschnitt 07 erfolgte nach fast 10 Jahren, die seit den ersten Planungsschritten vergangen waren, im Spätherbst 2004 die Ausschreibung sowie die Vergabe für den Neubau der Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) und im Jahr 2005/2006 die Umsetzung dieser Maßnahme, die mittlerweile abgeschlossen ist.
 


Neues Betriebsgebäude der Trinkwasseraufbereitungsanlage und
Pumpwerk Mühlleithen

Die Aufbereitung wurde dabei als eigenständiges Gebäude ohne Nutzung der Altsubstanz, welche nicht erhaltungswürdig war, unmittelbar neben dem alten Gebäude errichtet. Dies erfolgte in massiver Bauweise in betont schlichter und leicht zu unterhaltender Ausführung.


TWA Mühlleiten: Ph-Wert-Leitfähigkeit-Trübungs-Messung


Jurakalk-Filterbehälter mit Leitungszu- und -abläufen

Das ausgeführte Aufbereitungsverfahren - Entsäuerung und Aufhärtung des Quellwassers - erfolgt mit natürlichem Filtermaterial ohne jeglichen Einsatz von chemischen Stoffen.
Aufbereitung, Filterspülwasserbehandlung, Desinfektion (UV-Anlage) Zwischenspeicherung sowie Pumpanlage wurden kompakt in einem Gebäude untergebracht.

Die Aufbereitungsanlage (Leistung ca. 12 m3/h) sowie das zugehörige Pumpwerk - welches das Wasser nach Steinbach fördert - arbeiten vollautomatisch und werden über Fernwirkleitungen von der TWA Geroldsreuth fernüberwacht.


Desinfektionsanlage bestehend aus UV-Anlage
und Chlordosierung (Notfallvorsorge)


Zwei EMU-Rohrmantelpumpen (je 12m³/h Förderleistung)
mit Druckausgleichsbehälter

Die Baukosten für das gesamte Bauwerk sowie der zugehörigen technischen Ausrüstung belaufen sich auf ca. 540.000,00 € netto.
Mit dem Einbau der technologisch höchst anspruchsvollen Ultrafiltrationsanlage in die Aufbereitungsanlage Geroldsreuth konnte ein weiterer Schritt zur gesicherten Versorgung der Gemeinde mit Trinkwasser getätigt werden. Das eingesetzte Verfahren entspricht dem derzeit aktuellsten Stand der Wasseraufbereitung und bietet den größtmöglichen Schutz vor mikrobiologischen Verunreinigungen durch Bakterien und anderer Keime, der momentan technisch möglich ist. Die installierte Ultrafiltrationsanlage bildet eine absolute Barriere für alle Partikel im Wasser bis hin zu Viren.


UF-Anlage Geroldsreuth: Vorlagebehälter
mit Rückspülpumpen zur Reinigung der Filtermodule

Rohwasserpumpen, Ultrafiltrationseinheit mit den notwendigen UF - Modulen, Permeatbehälter und Rückspülpumpwerk sind die wesentlichen Komponenten der installierten Anlage. Die Anlage wurde ohne zusätzliche bautechnische Maßnahmen in das bestehende Aufbereitungsgebäude Geroldsreuth integriert. Durch die installierte Regel- und Messtechnik wird ein vollkommen automatischer Anlagenbetrieb gewährleistet. Die Baukosten für die gesamte Ultrafiltrationsanlage inkl. Anlagensteuerung und technische Ausrüstung belaufen sich auf ca. 190.000,00 € netto. Die Gesamtkosten für den Bauabschnitt 7 betragen somit 950.000,00 € brutto. Haushaltsrechtliche Bestimmungen und gesetzliche Auflagen zwingen den Gemeinderat zum Erlass einer Verbesserungsbeitragssatzung, nach der der ungedeckte Bedarf für die Investitionskosten des Bauabschnitts 7 zur Sanierung der gemeindlichen Wasserversorgungsanlage in Höhe von rund 450.000,00 € auf die Grundstückseigner und Hausbesitzer umzulegen ist.


Versorgungszentrale Hochbehälter Geroldsreuth:
Blick auf Ultrafiltrationsanlage.


Aus dem Gemeinderat:
(Frankenpostbericht vom 03.08.2006)



VEREINSPORTRAIT:

DIE BRK-BEREITSCHAFT STEINBACH
(Frankenpostbericht vom 18.07.2006)

Großveranstaltungen und Arbeit im Stillen Ihren „50. Geburtstag“ kann die BRK-Bereitschaft Steinbach am kommenden Wochenende am Sportheim in Steinbach feiern.

STEINBACH – Es ist schon erstaunlich, dass in einem so kleinen Frankenwalddorf 51 Erwachsene und 24 Jungmitglieder Tag und Nacht bereit sind, ihren Dienst am Nächsten im Zeichen des Roten Kreuzes zu verrichten. Aus einer Erste-Hilfe-Station entwickelte sich 1955 eine Sanitätsgruppe, die von den Kameraden aus Geroldsgrün geführt wurde, und daraus entstand bereits ein Jahr später der Sanitätszug Steinbach. Die damaligen Gründungsmitglieder waren: Zugführer und Erste-Hilfe-Ausbilder Albert Borowski, Nikol Horn, Albrecht Höllrich, Erhard Franz, Werner Dietzel, Heinrich Drechsel, Helmut Wirth, Heinrich Wilfert und Hans Braune. Kolonnenarzt war bis 1979 Dr. Stockmeier, sein Nachfolger als Bereitschaftsarzt ist bis heute Dr. Wolfgang Goller. Die Zugführer waren bis 1973 Albert Borowski, von 1973 bis 1983 Helmut Wirth und seit diesem Zeitpunkt führt Hartmut Ring äußerst erfolgreich die Geschicke der Steinbacher Rot - Kreuzler. 1983 wurde die Frauenbereitschaft Steinbach gegründet. Jutta Ring wurde die Leiterin und Inge Saalfrank übernahm die Stellvertretung. Durch Satzungsänderung konnten sich 1993 Männer und Frauen in einer Gruppe zusammenschließen und es entstand die gemischte BRK-Bereitschaft Steinbach. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte der Zug 1956 beim Kreisfeuerwehrtag in Steinbach, und als 1958 beim Wasserfest auf dem 700 Meter hohen Langesbühl ein heftiger Orkan das Bierzelt zerstörte, mussten die Rot - Kreuzler unter schwierigsten Bedingungen Verletzte retten und versorgen. Im alten Schulhaus entstand im Laufe der Jahre Unterrichts- und Lagerräume, die durch ständige Renovierungsmaßnahmen heute zu einem Schmuckkästchen geworden sind. 1998 wurde eine Jugendgruppe gegründet, die heute aus 24 Mitgliedern besteht. Seit März 2000 besteht auch das Projekt Helfer vor Ort (HVO) und seit Dezember 2002 kann dank großzügiger Spenden auch ein Frühdefibrilator bei lebensbedrohlichem Herz- und Kreislaufstillstand eingesetzt werden. Die Rot-Kreuz-Bereitschaft Steinbach überzeugte in den letzten Jahren nicht nur als Gastgeber an überregionalen Großveranstaltungen des Roten Kreuzes, sondern auch durch die tägliche Arbeit im Stillen. Sie macht den Großteil der Aktivitäten aus. Bereitschaftsdienste bei Sportveranstaltungen, die soziale Arbeit mit Krankenbesuchen, Sammlungen, Übungen und die Betreuung der Jugend kommen dazu. Die Gemeinschaft verdankt ihren hohen Ausbildungsstand nicht zuletzt ihrem Bereitschaftsarzt Dr. Wolfgang Goller, der mit Schulungen immer wieder dafür sorgt, dass im Notfall die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Das Jubiläumsfest beginnt bereits am Freitag, 21 Juli, um 19 Uhr mit einer Jugendparty, bei der „Ali und Quärkla“ für die richtige Stimmung sorgen werden. Der Festkommers beginnt am Samstagum19 Uhr, auch der gesamte Sonntag steht noch im Zeichen des Jubiläums. H. Z.

 

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DAS VEREINSPORTRAIT: DIE SOLDATENKAMERADSCHAFT STEINBACH

Eigene Fahne seit der Gründung  (Frankenpostbericht vom 09.08.2006)

Verein feiert am Samstag sein 125. Jubiläum: Bestandteil des dörflichen Lebens

Am kommenden Samstag kann die Soldatenkameradschaft Steinbach mit einem Festabend im Sportheim ihr 125. Jubiläum feiern. Da aus dieser langen Geschichte so gut wie keine Aufzeichnungen vorhanden sind, mussten zweiter Vorsitzender Gerhard Lang sowie Hilmar Ströhlein Daten über den Verein aus verschiedenen Archiven zusammentragen.

STEINBACH – Bereits bei der Gründung am 28. September 1881 brachte der damalige Krieger- und Veteranenverein Steinbach mit seinen 37 Mitgliedern die stolze Summe von über 400 Mark für eine eigene Fahne auf, die im Juli 1882 mit einem großen Zapfenstreich feierlich eingeweiht wurde. Bis zur Jahrhundertwende wurden zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt, die von der Bevölkerung bestens angenommen wurden. Die nächsten Aufzeichnungen stammen von 1901, wo zu Ehren des 80. Geburtstages seiner königlichen Hohheit Prinzregenten Luitpold von Bayern eine kirchliche Feier mit Frühschoppen stattfand. Abends, so heißt es weiter, wurde noch eine Nachfeier abgehalten, wobei dem Regenten die besten Wünsche und Huldigungen mit einem donnernden Hoch dargebracht wurden. Im April 1905 bekam der Krieger- und Veteranenverein mit der Neugründung eines Militär und Kampfvereins Konkurrenz im eigenen Dorf. Die Rivalität war nicht zu übersehen, und die auch öffentlich ausgetragen Streitigkeiten zwischen beiden Lagern spiegelten sich auch in Presseberichten der damaligen Zeit wider. Da jedoch später der neue Verein in keinem Bericht mehr erwähnt wurde, ist anzunehmen, dass sich dieser recht bald wieder auflöste.

—————— Konkurrenz im Dorf ——————

1932 konnte der Krieger- und Veteranenverein mit einem Jahr Verspätung sein 50-jähriges Bestehen feiern. Hier wurde mit Baumeister Goller als erstem Vorstand seit der Gründung erstmalig ein Funktionär namentlich erwähnt. 1934 wurde in der Ortsmitte von Steinbach das Kriegerdenkmal feierlich eingeweiht. Erster Vorstand Heinrich Ott, Forstmeister Rubner und Pfarrer Gemählich hielten die Festreden. Trotz großer Armut und Arbeitslosigkeit in der Bevölkerung wurde durch Spenden aus der Bevölkerung und mit Unterstützung der Gemeinde das Geld für dieses Mahnmal, das heute im Steinbacher Friedhof steht, aufgebracht. Bis 1943 hielt der Verein regelmäßig Versammlungen und Zusammenkünfte. Wieder ins Leben gerufen wurde der Krieger- und Veteranenverein am1. Juni 1957 in der Gastwirtschaft Horn. Als erster Vorstand wurde Karl Horn gewählt, Stellvertreter wurde Johann Hagen, Kassierer Hans Ott und Schriftführer Fritz Drechsel. Hermann Vogel wurde 1959 ins Amt des Vorstands gewählt, dass er bis Ende der 60er Jahre mit vielen Aktivitäten ausfüllte. Als Karl Horn 1971 nochmals die Führung übernahm, wurde der Verein in Soldatenkameradschaft Steinbach umgetauft. Ein Höhepunkt im Vereinsleben wurde das Fest zum 100. Jubiläum im August 1981, das vielen Kameraden noch heute in guter Erinnerung ist. Ab 1983 wurde die Leitung der Kameradschaft in jüngere Hände übergeben. Waldemar Lang übernahm den Vorsitz bis zu den nächsten Neuwahlen. Seither hat Herbert Vogel die Vereinsführung inne. In den folgenden Jahren hielten die Kameraden zahlreiche Sommerfeste und beteiligten sich bis heute rege am dörflichen Leben in Steinbach und seinen Ortsteilen. Die wichtigste Veranstaltung war in allen Jahren die Teilnahme am Kirchgang anlässlich des Volkstrauertages mit der anschließenden Feierstunde am Ehrenmal. 1989 wurde die Vereinsfahne der Soldatenkameradschaft von der Firma des damaligen Bürgermeisters Andreas Gemeinhardt restauriert und ist zu einem wahren Schmuckstück geworden. Die Erneuerung der Fahne kostete 2838 Mark. H. Z.

Frankenpostbericht vom 24.08.2006:

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Steinbach hat wieder eine Bäckerei

Die Bäckerei Arthur Weber aus Sorg hat in der Dorfstraße 12 in Steinbach ein Backwarenfachgeschäft eröffnet. Bei seinem Antrittsbesuch freute sich Bürgermeister Helmut Oelschlegel, dass damit für die Bevölkerung wieder eine Grundversorgung gewährleistet ist. Er dankte der Familie Weber für dies unternehmerische Entscheidung die auch zwei Teilzeitarbeitsplätze gebracht habe. Er wünschte viel Erfolg und überreichte im Auftrag der Gemeinde einen bunten Strauß.


Bild von links: Arthur und Melanie Weber mit Sohn Adrian, die beiden Verkäuferinnen Renate Zerfaß und Kerstin Wich, Bürgermeister Helmut Oelschlegel.

 


 

Frankenpostbericht vom 24.09.2006)


 

24 MUSIKERINNEN UND MUSIKER

Wichtiger Teil des Lebens im Dorf
(Frankenpostbericht vom 31.08.2006)

Posaunenchor Steinbach feiert am Wochenende das 50. Jubiläum: Wechselvolle Geschichte

Seit nunmehr 50 Jahren gibt es den evangelischen Posaunenchor Steinbach. Er ist aus dem Leben der Gemeinde nicht mehr wegzudenken. Am kommenden Samstag um 19 Uhr feiert er das Jubiläum mit einer Serenade in der Johanneskirche.


Der Steinbacher Posaunenchor zum 50. Jubiläum: Das Foto zeigt in der hinteren Reihe von links Tobias Hornfeck, Oliver Puff und Peter Oelschlegel; zweite Reihe Thomas Färber, Ottmar Einsiedel, Hans Jürgen Dietrich, Matthias Lang, Martin Rehme, Johannes Höllrich, Rainer Lang und Peter Mayer; dritte Reihe Heinz Lang I, Max Engelhardt, Michael Lang, Alexander Horn, Florian Engelhardt, Friedrich Höllrich und Heinz Lang II; vordere Reihe: Evelyn Unglaub, Eva Maria Höllrich und BiancaWirth (es fehlen Ulrike Knoll und Christian, Achim Wöckel)

STEINBACH – Als 1956 die Johanneskirche in Steinbach eingeweiht wurde, regte der damalige Pfarrer Hans Nusch an, auch einen eigenen Posaunenchor ins Leben zu rufen. Er übernahm selbst die Chorleitung, beschaffte von der Blaskapelle Wolfersgrün gebrauchte Instrumente, ließ diese in Nürnberg reparieren und sorgte mit dürftigem Notenmaterial für die erste Bläserausbildung. Die Bläser der ersten Stunde waren Heinrich Reiff, Hans Weinhardt, Hans Wirth, Heinz Lang I, Helmut Lang und Ludwig Braun. Der spätere Landesposaunenwart Konrad Köstner aus Geroldsgrün sowie Walter Gölkel und in Vertretung Heinrich Reiff übernahmen die weitere Ausbildung. 1959 führte Pfarrer Gerhard Hägel diese Aufgabe fort. Ein Jahr später wurde er von Lehrer Rudolf Wießner abgelöst. Wießner gewann 17 neue Bläser für den Chor und da er selbst sehr gut Trompete spielte, setzte er neue Akzente in der musikalischen Weiterbildung. Von 1969 bis 1966 leitete Martin Drechsel den Chor. Anschließend übernahm Helmut Schmeißer in Doppelfunktion neben der Chorleitung in Geroldsgrün auch die Führung und Ausbildung in Steinbach. Im Jahr 1968 kam es zu einem tiefen Einschnitt in der Steinbacher Posaunenchorarbeit, da viele Bläser wegen Wehrdienst, beruflicher Veränderung oder anderen Gründen nicht mehr zur Verfügung standen. Da eine geordnete Chorarbeit nicht mehr möglich war, wechselten die restlichen Bläser zu den Nachbarchören Geroldsgrün und Heinersberg. In Geroldsgrün hatte sich zu dieser Zeit eine sehr engagierte Gruppe von jungen Leuten gebildet, die sich mehrfach mit Erfolg am Wettbewerb „Jugend musiziert“ beteiligte und zu der auch der jetzige Chorleiter Friedrich Höllrich gehörte. Aus dieser Gruppe übernahmen die Steinbacher Chormitglieder wieder Aufgaben im kirchlichen Gemeindeleben. Mit der Übernahme des Chores durch Helmut Lang fanden 1980 viele ehemalige Bläser zurück zum Steinbacher Posaunenchor, der nun eigenständig seinen Dienst für die Kirchengemeinde wieder aufnehmen konnte. Helmut Lang festigte auch die Gemeinschaft. Die Steinbacher besuchten Kirchen- und Landes- Posaunentage. Mehrtägige Busreisen förderten den Zusammenhalt. 1987 übernahm Siegfried Lang die Chorleitung, die er mit großer Hingabe bis 1995 ausführte. Nach dieser Zeit bis zum heutigen Tag liegt die Leitung des Steinbacher Posaunenchores in den Händen von Friedrich Höllrich, der mit viel Einfühlungsvermögen und persönlichem Einsatz als Motor und gute Seele der Bläsergemeinschaft bezeichnet werden kann. Mit seinen derzeit 24 Bläserinnen und Bläsern erfüllt der Chor in der Kirchengemeinde sowie der dörflichen Gemeinschaft vielfältige musikalische Aufgaben und ist damit ein wichtiger Kulturträger. So benennt die Chorleitung 2004 als besonders aktives Jahr, in dem insgesamt 285 Einsätze zu verzeichnen waren. Heute kann Steinbach auf eine abwechslungsreiche Chorarbeit verweisen, die in ihrer musikalischen Bandbreite von klassischen Werken alter Meister bis hin zu modernen Interpretationen zeitgenössischer Komponisten reicht. Einen festen Bestandteil im Chorrepertoire nimmt auch das Volksliedgut ein und bei besonderen Anlässen erfreuen auch Marsch- und Walzerklänge die Zuhörer. Besonders um Weihnachten erfreut sich auch die Flötengruppe in Zusammenspiel mit Geigen, Gitarren und dem Schlagzeug großer Beliebtheit. Eine wichtige Rolle im Steinbacher Posaunenchor spielt auch Chorobmann Max Engelhardt. Dieser rüstete sich 1977 ohne jegliche Notenkenntnisse mit einer Trompete aus und brachte sich mit viel Fleiß und Ehrgeiz selbst das Spielen bei. Heute gilt er als Vorbild im Chor. Er widmet sich mit großer Hingabe der Jungbläserausbildung.

—————— Serenade ——————

Neben dem eigentlichen Bläserdienst spielt aber auch das gesellige Miteinander eine wichtige Rolle. Busausflüge, Grillfeste und gemütliche Stammtische nach den Proben fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl. Dazu gehören auch die freundschaftlichen Kontakte mit den Nachbarchören Heinersberg und Lichtenberg. Im Jubiläumsjahr ist der Chor besonders stolz, dass sich mit Heinrich Lang I noch ein Chormitglied aus der Gründerzeit in seinen Reihen befindet, der die wechselvollen Zeiten des Posaunenchors Steinbach miterleben durfte. Es gibt keinen Zweifel: Die Steinbacher sind stolz auf ihren großen und gut ausgebildeten Posaunenchor und so wird zur Jubiläumsserenade am Samstag um 19 Uhr sicherlich die Johanneskirche bis zum letzten Platz gefüllt sein. Neben den Bläserinnen und Bläsern des Geburtstagschores werden noch Kantor Stefan Romankiewicz an der Orgel sowie „Trinas Band“ mitwirken. Auch beim Festgottesdienst am Sonntag um 9.30 Uhr wird der Chor im Mittelpunkt stehen. Viele in der Gemeinde freuen sich bereits auf den späten Nachmittag, wenn um 17 Uhr auf dem Kirchplatz der Bezirksposaunenchor mit zirka 50 Mitwirkenden nochmals machtvoll mit Posaunen und Trompeten Gottes Lob verkündet.     H. Z.


GROSSES FESTWOCHENENDE IN STEINBACH

Gefeiert wird nicht nur im Gotteshaus
(Frankenpostbericht vom 14.10.2006)

Vor 50 Jahren wurde die Johanneskirche geweiht / Gäste aus nah und fern werden zum Festgottesdienst erwartet

Am Sonntag hat die evangelische Kirchengemeinde Steinbach einen großen Tag: Nach umfangreichen Renovierungsmaßnahmen am Dach und an der Fassade erstrahlt das Gotteshaus zum Jubiläum in neuem Glanz.


Das Bild zeigt die Grundsteinlegung am 31. Juli 1955 (von rechts): Pfarrer Hans Nusch, Martin Zahn und Fritz Lang ( Steinbacher Mauerer) sowie Pfarrer Schwarz aus Bad Steben.

STEINBACH – Mit einem Festwochenende wird das Ereignis gebührend gefeiert. Am Samstag um 18.30 Uhr wird der Reigen der Feierlichkeiten mit einer musikalischen Feierstunde in der Kirche eröffnet. Mitwirkende sind der Posaunenchor Steinbach unter der Leitung von Friedrich Höllrich, Christiana Menger an der Orgel sowie Martin Menger, Violine. Anschließend wird ein Diavortrag, der die Geschichte der Johanneskirche von der Grundsteinlegung bis zur Einweihung erzählt, viele Erinnerungen bei den Zuschauern hervorrufen.

—————— Gottesdienst auch über den Bildschirm ——————

Viele Gäste werden zum Festgottesdienst erwartet, den Geroldsgrün und Dürrenwaid am Sonntag um 9 Uhr gemeinsam mit den Steinbachern feiern wird. Der Posaunenchor und der Männergesangverein Dürrenwaid werden ihn musikalisch gestalten. Damit alle Besucher das frohe Ereignis mitverfolgen können, ist vor der Kirche ein Zelt aufgestellt, in dem der Gottesdienst auch über den Bildschirm verfolgt werden kann. Beim anschließenden Frühschoppen wird es sicherlich viel über die 50 Jahre Kirchengeschichte zu erzählen geben. Die Einweihung erfolgte am 14. Oktober 1956, nachdem sich die Steinbacher Gemeindemitglieder bereits 1953 für den Bau einer Kirche entschieden hatten. Motor des Vorhabens war Pfarrer Hans Nusch, der durch den damaligen Bürgermeister Fritz Drechsel und seine Gemeinderäte große Unterstützung erfuhr. Die politische Gemeinde stiftete im November 1954 auch den Bauplatz für die Kirche, das Grundstück für den Friedhof kam im August 1955 dazu. Die Pläne für das Gotteshaus fertigte Baudirektor Classen aus Coburg. Am31. Juli 1955 konnte unter großer Anteilnahme der Bevölkerung der Grundstein gelegt werden. Das Interesse am Kirchenbau war so groß, dass fast die gesamte Steinbacher Bevölkerung freiwillig und unentgeltlich beim Bau mithalf. So konnte schon am 14. Oktober 1956 die Johanneskirche durch Oberkirchenrat D. Schieder aus Nürnberg geweiht werden. Die mittlere Glocke war damals schon mit dabei, die beiden anderen – die große Glocke hat ein Gewicht von 528 Kilogramm und wurde von der Kirchengemeinde Geroldsgrün gespendet – kamen im Juli 1957 dazu. Die Orgel wurde von der Firma Walcker aus Ludwigsburg eingebaut. Über dem Altar schuf der Münchner Künstler Danco ein großes Wandgemälde, das das himmlische Jerusalem darstellt. 1964 wurde das elektrische Glockengeläute installiert und – dank der großen Spendenfreudigkeit der Steinbacher – auch der letzte Teil der Schulden am Kirchenbau abbezahlt. In diese Zeit fiel auch die Gründung des Kirchenchors durch Frau Müller-Benedict, den es aber heute nicht mehr gibt. Nicht wegzudenken ist aus dem Gemeindeleben jedoch der Steinbacher Posaunenchor, der vor wenigen Wochen ebenfalls sein 50-jähriges Bestehen feiern konnte.

 —————— Kärwatanz und großer Umzug ——————

Natürlich wird auch außerhalb des Gotteshauses tüchtig gefeiert. Die Vorbereitungen des Kärwa-Vereins laufen auf Hochtouren. So geht es sicherlich auch dieses Jahr beim Kärwatanz am Samstag ab 20.30 Uhr im Sportheim wieder rund. Für beste Stimmung mit Live-Musik sorgt an diesem Abend „DRITTL MIXX“. Am Sonntag startet um 14 Uhr der beliebte Umzug durch Steinbachs Straßen – mit Schafhammel, Musik und allem, was dazu gehört. Gegen 17 Uhr trifft sich dann die gesamte Kirchweihgesellschaft wieder im VfR-Sportheim. Mit der Schafhammelverlosung kann dann gegen 19 Uhr gerechnet werden. Für den musikalischen Rahmen sorgt an diesem Abend Matthias Brehm. H. Z.

 

Außergewöhnlich viele Kärwapärchen mischen heuer am großen Festzug durch den Ort mit

 

 

Prächtig geschmückt ist selbstverständlich auch der erste Preis, ein Schafhammel, mit dabei beim Marsch durch die Straßen

 

 

©HJL