Chronik von Steinbach
1989

Verbesserung Wasserversorgung

Über Jahre hinweg mussten die Feuerwehren im Sommer Wasser zum Langesbühl fahren, da die Behältergröße den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprachen. Es wurde ein weiterer Behälter gebaut.

 

Verbesserung der Straßenverhältnisse / Straßenbau

19.Mai 1989

Das Wohn- und Geschäftshaus Haus Nr. 39 des Malermeisters Erich Hornfeck wird wegen der Begradigung der Ortsdurchfahrt abgerissen. Mit dem Haus auch die Gemeindewaage die sich in einem angebautem Schuppen am unteren Ende des Gebäudes befand.


Im laufe des Jahres wurde die Straße dann in mehreren Bauabschnitten begradigt und ein neuer Vorplatz mit Dorflinde vor dem Feuerwehrhaus angelegt. Das Feuerwehrhaus, dass bis jetzt ein Flachdach hatte, erhielt ein Satteldach. Es entstanden vor der damaligen Bäckerei 4 öffentliche Parkplätze. Die öffentliche Telefonzelle wurde vom Feuerwehrhaus auf die gegenüberliegende Straßenseite vor das Grundstück Hs.Nr.36 versetzt.
Mit wenigen Restarbeiten, dem bepflanzen der Grünanlagen, wurden im Frühjahr 1990 die Bauaßnahme beendet.


Foto Mai 1990 nach Abschluss der Baumaßnahme

 


14.07.1989

FWV Steinbach feierte 60. Jubiläum (Bericht Frankenpost vom 14.07.1989)

Jugend ist die tragende Säule
Stets Aufwärtsentwicklung / Geschichtlicher Rückblick / Mitglieder geehrt

STEINBACH. - In festlichem Rahmen feierte die Ortsgruppe Steinbach des Frankenwaldvereins am Wochenende ihr 60jähriges Bestehen. Sie gilt als eine der aktivsten Ortsgruppen dieses großen Heimat- und Wandervereins. Vor dem Wanderheim war ein Festzelt errichtet worden, in dem am Samstagabend der offizielle Teil des Festprogramms abgewickelt wurde. Viele Gratulanten aus dem Ortsbereich von Geroldsgrün und benachbarter Ortsgruppen erwiesen dem Jubilar Referenz.

Zum Auftakt spielten die „Muschwitztaler“ den Song „Wir gratulieren“, worauf der Gesangverein Dürrenwaid einige Lieder anstimmte. Vorsitzender Gerhard Lang hieß dann Ehrengäste, Mitglieder und Freunde des Vereins willkommen. Als erster Festredner ergriff Bürgermeister Helmut Hagen das Wort. „Nicht nur im Leben des Menschen, sondern auch im Leben unserer Vereine zählen die Geburtstage zu den schönsten Festen", sagte Hagen. Er überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Bürger, und des Gemeinderates Geroldsgrün. Der FWV Steinbach sprühe mit seinen 60 Jahren vor jugendlicher Frische. Dabei verwies der Bürgermeister auf die überaus große Jugendgruppe und die vielen Aktivitäten, mit denen dieser Verein immer wieder an die Öffentlichkeit trete. „Es ist schon erstaunlich, was eine aktive Vereinsführung und emsige Vereinsmitglieder in einem relativ kleinen Ort auf die Beine bringen", lobte Hagen. Zur Jugendarbeit bemerkte er, hier werde die künftige Generation bereits auf das eingestimmt, was im Grunde jeden Frankenwäldler bewege: Die Liebe zu seinem Frankenwald - die Liebe zu seiner Heimat. Der Bürgermeister5chloß: „die Gemeinde Geroldsgrün ist froh, Vereine zu besitzen, die sich der Pflege des Heimatgutes widmen und die besonderen Wert auf die Förderung der Jugendarbeit legen.“

FWV- Hauptvorsitzender Robert Strobel stellt fest: „Der 28. Februar 1929 als Gründungstag der Ortsgruppe Steinbach ist ein Glückstag für die damalige Gemeinde Steinbach und für die heutige Gemeinde Geroldsgrün gewesen, wenn man sich die 60jährige Geschichte der Ortsgruppe Steinbach anschaut". Sie gehöre unter den 59 Ortsgruppen des Frankenwaldvereins zu jenen, in denen es selten Tiefen, sondern eine stete Aufwärtsentwicklung gegeben habe. Zu jeder Zeit seien Männer und Frauen gewillt gewesen, das Erbe der Väter so zu gestalten, daß für alle Bürger ein Nutzen daraus habe erwachsen können. 300 Mitglieder bei 600 Einwohnern werde andernorts kaum überboten.

Strobel hob noch die gute Zusammenarbeit mit dem Hauptverein hervor und gab bekannt, daß vor dieser Veranstaltung bereits die zwei Gründungsmitglieder Max Braun und Johann Engelhardt für 6Qjährige Treue geehrt worden seien. Als Geburtstagsgeschenk übergab Strobel einen Geldbetrag.

Einen längeren geschichtlichen Rückblick gab dann Obmann Gerhard Lang. Die Ortsgruppe sei am 28. Februar 1929 in der ehemaligen Gastwirtschaft Heinrich Ott gegründet worden, wobei die Ortsgruppe Naila Pate gestanden habe. Bereits im Gründungsjahr zählte die Ortsgruppe 49 Mitglieder.

Im Zeitraum von 60 Jahren wurden die Geschicke noch von folgenden Obmännern geleitet: Johann Hagen, Heinrich Weinhardt, Christian Lang, Helmut Wirth, Hans-Jürgen Dietrich und nun Gerhard Lang. Nach dem Krieg konnte die Ortsgruppe im Juli 1951 wieder zum Leben erweckt werden. 1954 gründete Lehrer Hans Braune eine Jugendgruppe, die er viele Jahre erfolgreich führte. 1956 wurde mit dem Bau des ersten Jugendheimes begonnen; das 1957 mit einem Heimatfest eingeweiht wurde. Nach dem Wegzug von Lehrer Braune führten Heinrich Zahn und Hans-Jürgen Dietrich die Jugendgruppe, die zur tragenden Säule des Vereins wurde. Im heutigen Vorstand sind etliche der damaligen Jugendlichen vertreten. Der Bau des großen Jugend- und Wanderheimes wurde unter Obmann Hans-Jürgen Dietrich in Angriff genommen, der sein Amt 1973 antrat. Seit 1981 ist Gerhard Lang nun Obmann. In der Zwischenzeit ist das Heim mit einem Anbau versehen worden und auch das Gelände rund um das Heim wurde gestaltet.

Nach weiteren Liedvorträgen des Gesangvereins Dürrenwaid folgten Ehrungen. Das Wanderabzeichen in Silber empfing Christa Hüttner. Das Ehrenzeichen für besondere Verdienste, in Bronze heftete Hauptvorsitzender Strobel Thomas Reif und Werner Zahn an. Wanderwart Armin Drechsel und Obmann Gerhard Lang erhielten das Ehrenzeichen in Silber.

Nach weiteren Liedvorträgen des Gesangvereins Dürrenwaid folgten Ehrungen. Das Wanderabzeichen in Silber empfing Christa Hüttner. Das Ehrenzeichen für besondere Verdienste, in Bronze heftete Hauptvorsitzender Strobel Thomas Reif und Werner Zahn an. Wanderwart Armin Drechsel und Obmann Gerhard Lang erhielten das Ehrenzeichen in Silber.

 

 

©HJL