Chronik von Steinbach
1963

Ansichtskarte von Steinbach:

Allgemeines:

Der aktuelle Personenstand betrug am Ende des Jahres 670 Einwohner. Die Schulden der Gemeinde Steinbach betrugen  311 DM je Einwohner. Es waren fünf Eheschließungen, 10 Geburten und 8 Todesfälle zu verzeichnen.

Die Gemeinde Steinbach baute in der Pumpstation im Gevattergraben ein Stromaggregat ein, damit die Wasserversorgung auch bei Stromausfall gewährleistet war. Auch die vorhandene Pumpe musste einer Reparatur unterzogen werden (Gesamtkosten 10.000 DM). Für die Anschaffung einer Kirchturmuhr stellte die Gemeinde 1000 DM zu Verfügung.

Bei einer Bürgerversammlung wies der Gemeinderat darauf hin, dass die gesamte schulpflichtige Jugend bei Einbruch der Dunkelheit die Straße zu verlassen haben. Die Eltern hätten sonst mit Ordnungsstrafen von der Behörde zu rechnen. Ferner wurden die Bürgerinnen und Bürger davon unterrichtet, dass die Gemeinde probeweise dazu übergehen wollte, die Gemeindeumlagen per Bankeinzug zu erheben. Den Bürgern wurde seitens des Gemeinderates geraten sich ein Konto bei einem der Geldinstitute anzulegen.
Da sämtliche Bemühungen scheiterten mit Geroldsgrün einen Schulverband zu Gründen entschieden sich die anwesenden Bürgerinnen und Bürger für einen Schulhausneubau zwischen Steinbach und Langenbach und den entsprechenden Schulverband mit Langenbach. Auch die Grundstücksfrage war bereits geklärt und somit stand dem Neubau an der Flurgrenze zu Langenbach auf einem 27.000 m² großen Grund nichts mehr im Wege. Da man den Kindern aus Untersteinbach den doppelten Fußweg nicht zumuten wollte, dachte man bereits an das Einsetzen von Schulbussen.

 

Aus dem Alltag der Steinbacher Schule:

Nachmittags-Schulsport im Winter mit Lehrer Herrn Reuther

 

 

Steinbach hat Katastrophenschutztrupp
(Bericht der Frankenpost vom 11.06.1963)

Der Gemeinderat hatte sich bereits mit der Aufstellung eines Katastrophenschutztrupps beschäftigt, war jedoch zu keinem Ergebnis gekommen. Bürgermeister Andreas Gemeinhardt schlug deshalb einen anderen Weg ein. Er ließ durch den Gemeindeschreiber Hans Lang eine Liste mit den Namen aller jungen Männer der Jahrgänge 1928 bis 1938 aufstellen und diesen Personenkreis zu einer Zusammenkunft im Sängerlokal Goller laden. Endschuldigungen galten nur für Schichtarbeiter. Bei der Zusammenkunft verwies das Gemeindeoberhaupt darauf, dass bei gutem Willen die Angelegenheit schnell gelöst werden könne. Da rund 35 junge Männer anwesend waren, konnte sogar die Lücke im Mannschaftsbestand der Feuerwehr  durch acht freiwillige Meldungen aufgefüllt werden. Für den Katastrophenschutztrupp meldeten sich vier Personen aus Untersteinbach und 20 aus Steinbach. Damit wurde eine Übersollstärke erzielt. Zum Truppführer bestellte man Max Braun Hs. Nr. 15a, der bereits seinen Wehrpflicht erfüllt hatte.


Truppführer Max Braun

Anschließend wurde bekannt gegeben, dass in einem kleinen Nebenraum des Feuerwehr-Gerätehauses acht Pickel und acht Spaten für den Trupp beriet gestellt wurden.

 

Kärwakonzert

 

Blick auf das "Unterdorf"

Gemälde von Rudolf Augustin

geb. 28.04.1928 in Lauban (Niederschlesien)
Gelernter Bäcker
Nach dem Krieg als Möbelpolierer bei
Krodel und Graetz in Geroldsgrün.
Später als Masseur und Bademeister
am Krankenhaus Naila
gestorben am 22.07.1995 in Geroldsgrün

 

Ortsansichten:


Winter1963/64 - auf em Foto heutiger Großenreuther Weg 5/7/9

 


"Ottenknock" im Winter

©HJL